Geprüftes Börsenlisting: XETR:1U1 · Analyse vom 01.11.2026
Ob die Grundlagen dieser Analyse heute noch unverändert gelten, ist derzeit nicht bestätigt. Lies sie als datierte frühere Einordnung; sie belegt keine aktuelle Kaufgelegenheit.
Womit verdient das Unternehmen Geld?
1&1 verkauft Privatkunden und kleineren Firmen Mobilfunkverträge und Internetanschlüsse für zuhause und verdient vor allem an den Monatsgebühren und am Verkauf von Geräten. Während das Unternehmen eigene Mobilfunk- und Glasfasernetze baut, nutzt es zusätzlich das Vodafone-Netz.
Was spricht für das Geschäft?
Das vergleichbare Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im ersten Halbjahr 2026 von 364,2 auf 382,7 Millionen Euro. Dieser Vergleich bezieht 1&1 Versatel in die Vorjahresbasis ein und steht neben einem deutlichen Rückgang des im Halbjahresbericht ausgewiesenen Konzerngewinns.
Was könnte sich verbessern?
1&1 erwartet für 2026 rund 800 Millionen Euro Ergebnis aus dem Geschäft, bevor Zinskosten, Steuern und der jährliche rechnerische Wertverlust von Anlagen abgezogen werden, und plant Ausgaben von 500 bis 550 Millionen Euro für den Netzausbau. Wenn das eigene Mobilfunk- und Glasfasernetz die Kosten für die Nutzung fremder Netze senkt und sich das Kundengeschäft stabilisiert, könnte das Ergebnis steigen; beides ist unsicher.
Wie wird der Aktienpreis eingeordnet?
Diese Einordnung bezieht sich auf die gezeigte Analyse und ihren damaligen Kurs. Sie ist kein Live-Kurs und keine persönliche Kaufempfehlung.
Bei 24 Euro je Aktie ist ein günstiger Preis nicht belegt: Im Halbjahresbericht fiel der Konzerngewinn gegenüber dem Vorjahr von 74,6 auf 30,5 Millionen Euro, während die Vergleichszahlen zum gestiegenen Ergebnis vor Abschreibungen auf einer angepassten Konzernbasis beruhen. Zusammen mit den geplanten hohen Netzausbauausgaben spricht das für Vorsicht, erlaubt aber ohne belastbare Bewertung kein eindeutiges Urteil zum Preis.
Was ist das wichtigste Risiko?
1&1 meldete im ersten Halbjahr 2026 weniger laufende Einnahmen aus Mobilfunk und Internet sowie 140.000 weniger Verträge. Das Unternehmen führt den Vertragsrückgang auf eine bewusste Tarifänderung zurück; falls dadurch künftig mehr Kunden abspringen, könnten die Einnahmen weiter sinken.
Wie fällt die Gesamteinschätzung aus?
Das vergleichbare Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im ersten Halbjahr 2026 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresbasis von 364,2 auf 382,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus, aber kein vollständiges Bild: Im Halbjahresbericht sanken zugleich der Konzerngewinn von 74,6 auf 30,5 Millionen Euro und das Ergebnis vor Steuern von 107,2 auf 44,0 Millionen Euro.
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